Patagonien – wo du die Natur spürst

Patagonien – wo du die Natur spürst

Patagonien nennt man den südlichen Teil Südamerikas, den sich Chile und Argentinien teilen, der jedem Naturliebhaber einen wahren Augenschmaus bereitet und auf den wir beide schon seit Jahren ein sehnsüchtiges Auge geworfen haben.

Ruhige Gletscher treffen auf kristallklare Bergseen, wilde Steppen und dramatische Bergkulissen. „Dort werdet ihr alle 4 Jahreszeiten an einem Tag erleben“ – wurde uns im Vorhinein schon erzählt. Und diese 4 Jahreszeiten haben wir nicht nur an einem Tag erlebt, sondern an gleich mehreren. Sonnenstrahlen, die einen in Rekordzeit aus allen textilen Zwiebelschichten fahren lassen, gefolgt von beginnendem Nieselregen, bei dem in aller Eile der Regenponcho im untersten Eck des Rucksacks gesucht wird, gefolgt vom starken berühmt berüchtigten patagonischen Wind, der uns mit gefühlten 500km/h keinen einzigen Schritt mehr weiter gehen ließ und der an uns rüttelte, bis sich einzelne Gegenstände von uns lösten, wie z.B. der Regenschutz unseres Rucksacks, dem es galt, schneller als der Wind hinterherzulaufen. Was für eine Freude hatten wir, als Schneeliebhaber, als wir nach über einem Jahr endlich wieder mal das weiße Gold fühlen konnten! Sofort kam Adventstimmung auf und wir verbrachten Teile der Wanderungen weihnachtsliedersingend…ok, ehrlicherweise sang nur ich und Pitt bastelte an kleinen Schneemännern.

Für uns galt, so viel wie möglich zu Fuß zu erwandern und auch wenn sich manch einer das nicht vorstellen kann, wir genossen jedes einzelne Naturphänomen davon, obwohl hin und wieder ein spitzer Schrei oder ein kleiner Flucher dazugehörte, wenn uns der Regen ins Gesicht peitschte oder der Fuß, durch den starken Wind, nicht auf der Stelle landete, die man beabsichtigt hatte. Wir hatten das Glück Patagonien gegen Ende der Saison, also im Herbst (Ende März), kennenzulernen und würden diese Jahreszeit sofort wieder wählen. Es lässt sich schwer in Worte fassen und auch unsere Bilder können nur einen Bruchteil der Schönheiten und der tief herbstlichen Farben ausdrücken, die sich uns präsentierten.

Der Torres del Paine Nationalpark gilt als der wohl schönste und abwechslungsreichste Nationalpark Patagoniens. Hier starteten wir unsere 5-tägige Wanderung.

Aussicht auf den Lago Grey Gletscher. Der patagonische Wind ließ uns fast abheben.

Angezuckerte Berglandschaften ließen unsere Herzen höher schlagen :-)

Für das Zelt, unseren treuen Begleiter, suchten wir täglich die schönsten Plätze aus. Drinnen konnten sich unsere brennenden Fußsohlen am Ende des Tages gut erholen und wir erwachten jeden Morgen mit unglaublichem Tatendrang und Vorfreude, was der neue Tag uns wohl bringen würde.

einfach drauf los wandern…

Am Aussichtspunkt im Valle Francés angekommen, präsentierte sich eine fantastische Landschaft um uns herum mit Blick auf den Paine Grande.

Patagonien – Luftsprünge garantiert!

Wir haben die Torres erreicht – unser letzter Tag im Torres del Paine lieferte uns ein geniales Schauspiel! Eine geschlagene halbe Stunde verzog sich der tief hängende Nebel und die 3 Torres kamen hervor :-) Applaus!

Auf der argentinischen Seite, in El Calafate liegt der Perito Moreno Gletscher, einer der wenigen Gletscher, der tatsächlich noch wächst.

Herbst in Patagonien – so schön! Lässt sich schwer in Worte fassen…

Ushuaia – die südlichste Stadt der Welt

Pinguine, soweit das Auge reicht! Einer scheint es besonders eilig gehabt zu haben ;-)

Patagonien
Zum Abschluss ließen wir uns 4 Tage mit der Navimag Fähre durch unzählige Fjorde treiben.

Patagonien, wir sind uns sicher, man sieht sich wieder!

 

Text: Aurelia (Reise-Expertin) & Pitt