Nicaragua – Weihnachten und Silvester mal anders

Nicaragua – Weihnachten und Silvester mal anders

Während zu Hause die Öfen angeheizt wurden und bereits der ein oder andere Kiachl und Glühwein zur Vorweihnachtsstimmung genossen wurde, fühlten wir beide uns noch nie soweit entfernt von Advent, Nikoläusen und Christkindl, wie dieses Jahr in Nicaragua.

Bei angenehmen Temperaturen zwischen 25-30 Grad kamen wir in der Stadt León an, wo wir unbedingt das legendäre Sandboarding am noch aktiven Vulkan Cerro Negro ausprobieren wollten. Gesagt, getan – und so ging es mit den Boards am Rücken bis zum Krater des Cerro Negro, wo wir uns in unsere unheimlich stylischen Schutzanzüge warfen und vor lauter gegenseitigem Auslachen fast von den Brettln gekugelt sind:) Mit Vollgas und Holladrio ging’s im Wettrennen den Vulkan hinunter, wo wir – mit schwarzen Zähnen angekommen – entschlossen, das gleiche nochmal zu machen!

Stylisch wie selten – unsere Schutzanzüge.

Mit Highspeed gehts den Vulkan hinunter!

Nicaragua
Fischerboote spielen mit den Wellen, so auch die Surfer.

Unser Weg führte uns, dank Pitts reifer Verhandlungsstrategie am Busterminal und Autostopp, in das ruhige Fischerdorf El Transito zu dem ein unglaublich relaxter Strand gehört und die Wellen uns schon von Weitem entgegenlachten.

Wir genossen die Zeit zum Runterkommen und nutzten die Tage zum Surfen, wobei es oft gar nicht so einfach war der Jugend von El Transito Wellen abzuluchsen –  sie hatte nämlich genau das richtige Timing für so ziemlich jede Welle ;-)

Bei Ebbe – plantschen in den natürlich enstandenen Pools.

Für dieses Weihnachten haben wir uns was ganz Besonderes überlegt und zwar verbrachten wir die Feiertage und auch Pitts Geburtstag auf der kleinen karibischen Insel Little Corn Island. Auf der Insel gibt es keine Autos, alles wird mit Schubkarren transportiert, einen Bankomat sucht man vergebens, zwischen 06.00-13.00 Uhr wird der Strom abgedreht und unzählige kleine Fußwege säumen die Insel. Auf der Nord-Ost-Seite der Insel ging der Entdeckersinn mit uns durch. Auf Umwegen und durch tiefen Dschungel hantelten wir uns von einer unberührten Bucht zur nächsten.

Versuch eines romantischen Palmenfotos!

Für Tauchbegeisterte bietet die Insel ebenfalls unzählige Spots, so tauchten wir am Weihnachtstag mit neuerworbenen Nikolausmützen in der Unterwasserwelt herum, nicht ohne die Aufmerksamkeit einer Remora auf uns zu ziehen, die neugierig an unseren Zipfelmützen knabberte und diese gar nicht mehr loslassen wollte!

Nikoläuse unterwegs – alles OK :-)

Mit frisch gefangenem Lobster und rohen Eiern auf Pitts Kopf (ja – so wird Geburtstag laut den Einwohnern dort gefeiert) gingen die Feiertage vorüber – so ganz anders als Zuhause ;-)

Nach karibischem Meer ist es für uns zurück ins Landesinnere gegangen, in die Stadt Granada, die auf unserer Favoritenliste ganz oben hin kommt (gleich nach Antigua in Guatemala!). Die Stadt an sich hat man an einem Tag gesehen, doch es ist unglaublich schön, sich durch die Gassen treiben zu lassen und vom Glockenturm der Kathedrale aus das Stadtbild von oben zu genießen!

Hauptplatz mit Blick auf die Kathedrale.

Nicaragua bedeutet für uns auch ein Land und eine Zeit des Wiedersehens. Und zwar das Wiedersehen vieler zu inzwischen Freunden gewordenen Reisenden,  deren Wege immer wieder die unseren kreuzen.

Die Isla Ometepe, gebildet aus zwei Vulkanen, liegt im Nicaraguasee und diese Insel wurde zu dem Ort, an dem alle Bekanntschaften durch reinen Zufall zu Silvester zusammenkamen. Wir genossen die Zeit unglaublich und wollten die Insel so schnell nicht verlassen, was uns dazu veranlasst hat, beide Vulkane (Maderas und Conception) zu besteigen, eine Reittour durch die einmalige Fauna und Flora der Insel zu unternehmen und mit unseren ausgeliehenen Mopeds die Insel unsicher zu machen.

Blick über die Vulkaninsel.

Der Silvesterabend an sich war legendär. Gefeiert wurde ausgiebig auf einer Chocolate Farm zu fullmoon, begleitet von gebrochenen Zehen, ins Auge geschossenem Bierdeckel, unzähligen Knallern und wrestlingähnlichen Einlagen – die detaillierten Geschichten müssen persönlich erzählt werden :)!!

Den Abschluss unseres Nicaragua-Aufenthaltes bildete der am Pazifik gelegene Playa de Popyo, wo wir wiederum die Tage mit surfen verbrachten und Schildkröten beim Eierablegen beobachten konnten!

Als wir am letzten Abend im Dunkeln den Strand entlangspazierten, trauten wir unsern Augen nicht, als um uns herum auf einmal das seichte Wasser zu blinken begann – Plankton, wohin das Auge reichte.

Ein schöner Abschluss für ein wunderschönes Land!

 

Text: Aurelia (iDEALTOURS-Reiseexpertin) und Pitt