Lavendelblüte in der Provence

Lavendelblüte in der Provence

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31. Juli, 2026

Lavendelblüte in der Provence

Lavendelduft in der Nase, Sonne auf der Haut und Bilder wie aus einem Reisekatalog: Unsere Rundreise durch Südfrankreich führte uns von Annecy über Avignon, Arles, die Camargue, die Ockerbrüche, Gordes und die Verdonschlucht bis nach Cannes. In diesem Blog verrate ich dir, welche Momente uns besonders berührt haben und warum die Provence trotz Hitze einfach magisch bleibt.

Von Annecy nach Avignon: Der erste Duft von Südfrankreich

Schon die Anreise über die Schweiz fühlte sich an wie der Beginn eines kleinen Sommermärchens. Hinter jeder Kurve warteten neue Ausblicke, Berge, grüne Täler und dieses Gefühl, dass man mit jedem Kilometer dem Süden ein Stück näherkommt. Unser erstes Ziel war Annecy, ein hübsches Städtchen am großen See, das sofort Urlaubsstimmung verbreitet.

Nach der Ankunft zog es uns am Abend noch einmal hinaus. Ein gemütlicher Abendspaziergang durch die Altstadt von Annecy war genau das Richtige nach der Fahrt. Enge Gassen, kleine Brücken, Wasserläufe und immer wieder dieser Blick Richtung See. Annecy hat etwas Leichtes, fast Verträumtes. Trotz der Hitze wollte man gar nicht zurück ins Hotel. Zu schön war dieses erste Eintauchen in Frankreich.

Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Avignon. Unterwegs legten wir einen Zwischenstopp in Sisteron ein und der hat uns überrascht. Die Stadt liegt eindrucksvoll zwischen Felsen und Altstadt, fast so, als hätte sich Südfrankreich hier besonders dramatisch in Szene gesetzt. Dazu kam ein Mittagessen, das uns allen in Erinnerung bleiben wird. Vielleicht war es die Stimmung, vielleicht die Hitze, vielleicht der Blick auf die Felsen, aber es fühlte sich einfach nach Urlaub pur an.

Je näher wir der Provence kamen, desto intensiver wurde das Licht. Und dann waren sie plötzlich da: die Lavendelfelder. Lila Reihen, soweit das Auge reicht, summende Bienen, warme Luft und dieser unverwechselbare Duft. Natürlich musste ein Fotostopp sein. Genau solche Momente sind es, für die man eine Provence-Rundreise macht: Man steigt aus, bleibt kurz stehen, atmet tief ein und denkt sich nur: Ja, genau so habe ich mir Südfrankreich vorgestellt.

Am Abend erreichten wir Avignon, die berühmte Stadt der Päpste. Schon beim ersten Spaziergang spürte man: Diese Stadt hat Geschichte. Mächtige Mauern, belebte Plätze, kleine Gassen und ein südfranzösisches Lebensgefühl, das trotz hoher Temperaturen sofort ansteckt.

Provence-Rundreise mit Geschichte: Pont du Gard, Orange und Avignon

Eines der großen Highlights war die Fahrt zum Pont du Gard. Dieses römische Aquädukt ist nicht nur beeindruckend, sondern auch ein Ort, an dem man automatisch ein bisschen leiser wird. Die gewaltigen Steinbögen, die Landschaft rundherum und das warme Licht der Provence machen diesen Platz zu einem echten Gänsehautmoment.

Weiter ging es in die Stadt Orange, wo uns das römische Theater erwartete. Wer dort steht, kann sich leicht vorstellen, wie vor vielen Jahrhunderten Menschen zusammenkamen, um Aufführungen zu erleben. Die alten Mauern erzählen Geschichten, ohne viele Worte zu brauchen. Genau das macht Reisen durch Südfrankreich so besonders: Man begegnet der Vergangenheit nicht in einem Museum, sondern mitten im Alltag.

Zurück in Avignon folgte die Besichtigung des Papstpalastes. Trotz unglaublicher Temperaturen war dieser Programmpunkt ein Muss. Der Palast ist monumental, kühl, mächtig und beeindruckend. Bei der Stadtführung durch Avignon merkten wir schnell, wie viel hier zu entdecken ist. Hinter jeder Ecke wartet ein neuer Blick, ein hübscher Platz oder ein kleines Detail, das man beinahe übersehen hätte.

Ein kleiner Tipp: In Avignon lohnt es sich, nicht nur den großen Sehenswürdigkeiten zu folgen. Lass dich auch einfach ein wenig treiben. Such dir ein schattiges Plätzchen, bestell dir etwas Kühles und beobachte das Leben in den Gassen. Gerade bei Hitze sind es diese kleinen Pausen, die eine Reise besonders machen.

Lavendelfelder, Camargue und Verdonschlucht: Südfrankreich wie aus dem Bilderbuch

Ein weiterer Tag führte uns nach Arles, das Künstlerstädtchen, das untrennbar mit Vincent van Gogh verbunden ist. Hier malte er unter anderem Motive, die heute weltberühmt sind. Beim Bummeln durch die Straßen spürt man sofort diese kreative Atmosphäre. Arles ist lebendig, charmant und ideal zum Schlendern, Schauen und Shoppen.

Danach ging es weiter in die Camargue nach Saintes-Maries-de-la-Mer. Plötzlich war da das Meer. Nach den heißen Tagen im Landesinneren war das Eintauchen ins Wasser einfach herrlich. Ein Badestopp, ein bisschen bummeln, essen, schauen und schon war man komplett im südfranzösischen Lebensgefühl angekommen.

Besonders schön wurde es auf der Weiterfahrt: pinke Flamingos, schwarze Stiere, weiße Pferde und die hellen Salzfelder der Camargue machten diesen Ausflug unvergesslich. Die Landschaft wirkt fast unwirklich. Mal wild, mal still, mal rau, mal zart. Wer Natur liebt, wird die Camargue nicht so schnell vergessen.

Unser Highlight: die Ockerbrüche bei Roussillon

Am nächsten Tag erwartete uns ein weiteres beeindruckendes Naturschauspiel: die berühmten Ockerbrüche von Roussillon. Bei einer gemütlichen Wanderung durch die faszinierende Landschaft tauchten wir in eine Welt voller leuchtender Farben ein. Intensive Rot-, Orange- und Gelbtöne verschmolzen mit den warmen Nuancen der Erde und verliehen der Kulisse eine beinahe märchenhafte Atmosphäre. Je nach Lichteinfall schimmerte die Landschaft in immer neuen Farbnuancen und begeisterte mit einzigartigen Ausblicken. Die bizarren Felsformationen, die malerischen Wege und das besondere Spiel von Licht und Farben machten jeden Schritt zu einem Erlebnis – und jeden Blick zu einem unvergesslichen Fotomotiv.

 

Verdonschlucht

Spektakulär wurde es dann bei der Fahrt durch die Verdonschlucht. Diese Straße vergisst man nicht. Felsen, enge Kurven, steile Abgründe und immer wieder Ausblicke, bei denen einem fast schwindelig wird. Ein großes Kompliment ging an unseren Busfahrer, der uns sicher und souverän durch diese eindrucksvolle Landschaft brachte. Beim Hinunterschauen stockte einem manchmal kurz der Atem, aber genau das machte diese Fahrt so besonders.

Zisterzienserabtei Notre-Dame de Sénanque

Ein weiterer Bilderbuchmoment wartete bei der Zisterzienserabtei Notre-Dame de Sénanque. Umgeben von Lavendelfeldern liegt die Abtei so malerisch da, dass man meint, in eine Postkarte hineingestiegen zu sein. Lila, duftend, still und friedlich – dieser Ort hatte eine ganz eigene Ruhe. Der Lavendel, die alten Steine und die klare Form der Abtei ergaben ein Bild, das man lange im Kopf behält.

Zum Abschluss führte uns die Reise über ein Hochplateau Richtung Cannes. Wieder begleiteten uns Lavendelfelder, soweit das Auge reichte. Wohltuend, duftend und absolut instagramable. In Grasse besuchten wir die Parfümerie Fragonard und tauchten ein in die Welt der Düfte. Plötzlich verstand man noch besser, warum die Provence nicht nur gesehen, sondern auch gerochen werden will. Mit Cannes wartete am Ende noch ein glamouröser Schlusspunkt. Nach all den Naturwundern, Altstädten, Lavendelfeldern und römischen Spuren war Cannes ein schöner Kontrast: elegant, lebendig und ein würdiges letztes Highlight, bevor es zurück nach Tirol ging.

Fazit

Diese Provence-Rundreise war heiß, intensiv, bunt und voller besonderer Augenblicke. Sie hat gezeigt, dass Südfrankreich mehr ist als schöne Landschaft. Es ist ein Gefühl aus Licht, Duft, Geschichte, Meer, Genuss und kleinen Momenten, die plötzlich ganz groß werden. Hast du jetzt auch Lust bekommen, dich vom Lavendelduft der Provence verzaubern zu lassen?

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