Im Gespräch mit Markus Gasteiger: Wie Idealtours neue Urlaubsziele aufspürt

Im Gespräch mit Markus Gasteiger: Wie Idealtours neue Urlaubsziele aufspürt

Markus Gasteiger, Abteilungsleiter der Charterabteilung
Markus Gasteiger, Abteilungsleiter der Charterabteilung

Seit 2003 ist Markus Gasteiger, Abteilungsleiter der Charterabteilung, bei uns verantwortlich für die Entwicklung des Flugangebotes ab Innsbruck – und er ist auch dafür verantwortlich, dass die Fokker 100 der Avantiair im IDEALTOURS-Kleid erstrahlt.
Im Job ist Markus von zwei Flügeln umzingelt, privat von drei Frauen: von Gattin Geli und den beiden Töchtern, Victoria (13) und Valentina (6). Die Familie betreibt dazu  noch eine Landwirtschaft mit Angus-Rindern und ihren Alpengasthof Buchacker. „Abschalten kann ich dann beim Wandern, Skitourengehen oder Klettern“, meint Markus, „und dabei kommen mir oft die besten Ideen.“

Die Charterabteilung gibt es seit 1995 – was müssen wir uns darunter vorstellen?

Ein engagiertes Team. Die Produktmanager Caroline, Theresa und Jürgen kümmern sich um den Hoteleinkauf sowie um die optimale Aussteuerung der Kapazitäten. Petra ist für das Qualitätsmanagement verantwortlich, Elisabeth und Katharina sind unsere Finanzexpertinnen.

Wie fällt Ihr die Entscheidung für ein neues Urlaubsziel?

Als Nischenanbieter mit besonderen Destinationen scheiden für uns Massenreiseziele grundsätzlich aus. So hören wir uns um, schauen wohin der Markt tendiert, was unsere KundInnen interessiert. Dabei ist viel Bauchgefühl im Spiel und durchaus auch Mut. Manchmal hilft einfach der Blick aus dem Flugzeugfenster: Auf dem Flug nach Kefalonia hat mich der Anblick der Küste nördlich von Dubrovnik so beeindruckt, dass ich mir dachte: „Vielleicht wird das mal was...“

Welche Kriterien muss eine zukünftige Destination erfüllen?

Wir beobachten natürlich die Angebote ab München. Nischenmärkte haben von dort meist eine schlechte oder 
gar keine Anbindung, weil zu große Fluggeräte zum Einsatz kommen und kleine Inseln eher kurze Runways aufweisen. Das sind dann entsprechend unsere Ziele. Da wir exklusiv mit der Fokker 100 von Avantiair fliegen, sollten sie jedoch in etwa zwei Stunden Flugzeit erreichbar sein. Auf dem spanischen Festland wäre das bis Valencia, sonst zum Beispiel auf die Balearen, an Italiens südlichste Stiefelspitze oder zum Anfang der östlichen Ägäis. Weiter geht es zwar auch, aber mit Payloads und dann wird es teurer.

Was versteht man unter Payloads?
So wird das maximal zulässige Abfluggewicht bezeichnet. „Full payload“ heißt, volle Passagieranzahl und ausreichend Betankung möglich um ins Zielgebiet direkt zu fliegen. Ab Innsbruck haben wir aber eben aufgrund der Berge bald mal Einschränkungen bei Flügen über 2 Stunden. Dann heißt es entweder „Volle Passagierzahl, dafür weniger Kerosin tanken und Zwischenlanden müssen“ oder halt „Weniger Passagiere aber dafür volle Betankung um direkt fliegen zu können.“ Und das macht’s dann teuer.

Was passiert, wenn Ihr ein neues Urlaubsziel ins Auge gefasst habt? 
Das Hotelangebot muss natürlich unserer Kundenschicht entsprechen und so machen wir uns auf die Suche nach 
Premiumpartnern. Das sind oft Familienbetriebe, die für große Reiseveranstalter kaum interessant sind. Uns ist es hingegen wichtig, dass die Hoteliers mit echter, ehrlicher Gastfreundschaft überzeugen. Dabei helfen auch Kundenempfehlungen und wir schauen uns dann speziell diese Häuser an. Wir suchen zudem nach dem ein oder anderen Exoten und Besonderheiten. So haben wir beispielsweise in unserem jüngsten Zielgebiet Kalamata eine Mischung aus Hotels, Villen und kleinen Geheimtipps, die eine besondere Würze hineinbringen.
  
Und geflogen wird im gebrandeten Flugzeug von Avantiair... 
Ja, wir sind sehr froh, mit ihnen eine besitzergeführte Fluglinie gefunden zu haben, die über dieselben Werte wie 
wir als Familienbetrieb verfügt. Die Kooperation funktioniert ausgezeichnet. Es war ein lang gehegter Traum, dass der Flieger im IDEALTOURS-Design erstrahlt. Dieses Geschenk machte uns Herr Baumann, der Geschäftsführer von Avantiair, zu Weihnachten 2017 und so fliegen wir seit 2018 mit „unserem“ IDEALTOURS-Flieger – und das mit großem Stolz.

IDEALTOURS-Flieger am Flughafen in Innsbruck

Text: Martina Rußegger